Neue Zahlen: Schon jeder Fünfte in Deutschland hat einen Migrationshintergrund – aber sachlich diskutiert wird darüber kaum

Die Bevölkerung mit ausländischen Wurzeln hat 2016 zum fünften Mal in Folge einen Höchststand erreicht. 18,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund sind es heute. Hauptgrund ist die Zunahme der Zahl der Geflüchteten, schreibt die Wochenzeitung Die Zeit. Und sie zitiert – wie andere Zeitungen auch – nur trocken die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Als ob das keine Konsequenzen für Deutschland hätte, über die ausführlich und vorausschauend zu schreiben und zu diskutieren sich lohnen würde. Ganz anders hat dies – schon 1973 – Willy Brandt als Bundeskanzler gesehen.

22,5 % ist jetzt der Anteil von Menschen mit ausländischen Wurzeln. Das sind 18,6 Millionen.  Dabei hatte schon Willy Brandt im Jahre 1973 warnend gesagt: „In unserer Mitte arbeiten fast 2,5 Millionen andere Nationen. Es ist aber notwendig geworden, dass wir sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist…“.

Heute leben also – da die Zahl der Migranten in der DDR extrem klein war – rund 7 mal so viele Menschen mit Migrationshintergrund in Gesamtdeutschland. Genauer gesagt ist das ein Wachstum von 744 % gewesen. Kaum eine andere entwickelte Nation in der Welt hat sich so etwas zugemutet.

Wäre es da nicht höchste Zeit, dass Politik, Medien und Kirchen jetzt erst recht das tun, was Willy Brandt empfohlen hat: „dass wir sehr sorgsam überlegen, wo … soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten“? Anscheinend hat man ohne ernsthafte Diskussion jahrelang die Grenzen der Aufnahmefähigkeit derart riesig wachsen lassen, dass keiner sich mehr getraut, sachlich und verantwortungsvoll darüber zu diskutieren. Zum Beispiel auch mit der AfD, die als einzige Partei diese in hohem Maße belastende Entwicklung – mit viel stärkeren Fakten und Begründungen als damals – genauso sieht wie Willy Brandt 1973. Stattdessen wird die AfD – ihre Mitglieder und ihre mehrere Millionen zählenden Wähler – banal als Ausländerfeinde beschimpft. Das sind sie genauso wenig, wie Willy Brandt es ehemals war.

Hier die neuesten Statistiken zur Zuwanderung im Detail, über die Die Zeit berichtet.
18,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland

Und hier noch einmal die Worte aus der Regierungserklärung von Willy Brandt aus dem Jahr 1973, über die nachzudenken und fair zu diskutieren sich wirklich lohnt. Brandt hatte selbst im Ausland, in Norwegen, gelebt und war politischer Flüchtling gewesen; und dennoch hat er später gewarnt vor zu vielen Ausländern in Deutschland. Seine Bedenken gelten vor allem den vielen neuen Sozial-Zuwanderern, die keine echten, verfolgten Flüchtlinge waren und sind.

 

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